Gemeinde Dietwil
Vorderdorfstrasse 5
6042 Dietwil
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Kath. Kirchgemeinde

Kirche Dietwil.jpgPfarrei St. Barbara Dietwil

Pfarreiseelsorger, Co-Dekanatsleiter

Andres Lienhard
Kath. Pfarramt
Vorderdorfstrasse 4
6042 Dietwil

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a.lienh@bluewin.ch

Pfarrei-Sekretariat

Theres Meier-Bircher
Kath. Pfarramt 
Vorderdorfstrasse 4
6042 Dietwil

Tel. 041 787 33 26
Fax 041 787 33 28
pfarramt.dietwil@bluewin.ch

Bürozeiten: Mittwoch 09.00 – 11.00 Uhr

Gottesdienste und Pfarrei-Informationen

Im gedruckten Pfarrblatt "Horizonte" wie auch online unter www.horizonte-aargau.ch, Rubrik "Pfarreien in Horizonte", Dietwil/St. Barbara

Religionsunterricht

Die Lehrpersonen finden Sie hier.

 

Gemeinschaftsgrab_0648.jpgKirchenpflege

Ansprechperson

Daniel Schmid
Tel. 041 787 35 41
daniel-schmid@bluewin.ch

Vizepräsident

Karl Huber

Aktuar

Andreas Gasser

Verwaltung

Kirchgemeinde Dietwil
Christine Müller
Schönfeld 6
6042 Dietwil

Finanzkommission

Präsident

Othmar Wiss
Tel. 041 787 13 00

Mitglieder

Sandra Rohmann-Zihlmann
Katharina Krummenacher-Deplazes

 

Kirchturm_im_Frühling.jpgGeschichtliches

Dietwil im «Dreiländereck Freiamt, Luzern, Zug» darf sich rühmen, in seiner Mitte ein Gotteshaus zu besitzen, das als barockes Kleinod bezeichnet wird und zu den schönsten Landeskirchen des Kantons gezählt werden darf. Etwas erhöht gelegen, mit freier Sicht in die Kantone Zug, Luzern, in die Reussebene und bis weithinein in die Berge der Innerschweiz, ladet es zum Besuche ein.

Nach einer alten Urkunde soll die Kirche Dietwil im Jahre 1140 gegründet worden sein als Stiftung der Herren von Hünenberg jenseits der Reuss. Das Patronatsrecht wissen wir seit 1370 im Besitze des Johanniterstiftes Hohenrain, bis es 1806 für 400 Louis d'Or von der Gemeinde Dietwil erworben wurde. Das alte Jahrzeitenbuch nennt das Jahr 1145 als Jahr der Kirchweihe durch einen Weihbischof Hermann von Konstanz. 1456 erfolgte ein Neu- oder Umbau, wobei wahrscheinlich der Turm neu aufgebaut wurde. Im Nordfenster des Erdgeschosses ist die Jahrzahl 1451 eingemeisselt. Die zwei ältesten Glocken im Turm tragen die Jahreszahlen 1491 und 1492. Im Jahr 1651/52 gab es wieder einen Umbau: Die bisher mit Schindeln gedeckte Kirche wurde länger und höher, Chor und Turm blieben bestehen.

Kirche mit Vorgelände.jpgAm 19. März 1779 beschloss die Gemeinde einhellig eine neue Kirche zu bauen. Im Herbst dieses Jahres wurden rings um die alte Kirche die Fundamente gegraben und bodenebig gemauert. Im Frühjahr 1780 wurde der letzte Gottesdienst gehalten, dann die Kirche abgebrochen und mit dem Neubau begonnen, der bereits 1781 unter Dach war, der Turmaufbau war in der heutigen Form vollendet (bisher glich er einer Käsbisse).

Die Bevölkerung leistete bereitwillig Fronarbeit und spendete reichlich Gaben. Eine Bettelfahrt von Pfarrer Carl Joseph Kopp mit Untervogt Rochi Meier erbrachte Baubeiträge der Klöster Muri, Wettingen, St. Urban und Engelberg und der Kantone Bern, Zürich, Luzern Schwyz, Zug und Unterwalden. Die über den Fenstern der Kirche gemalten Wappen der acht alten Orte waren Zeichen des Dankes der damaligen «Untertanen» gegenüber den «gnädigen Herren und Obern». Nachbargemeinden lieferten Bauhölzer, die Kirchgenossen steuerten grosszügig und opferfreudig ihre Gaben bei und leisteten viel Fronarbeit.

«Die Summe aller Unkosten und Geldausgaben für diesen herrlichen, schönen, majestätischen und wohlgeratenen Tempel betrug 12'962 Gulden und 36 Batzen!»

Im Jahre 1791 am Fest des heiligen Apostels Bartholomäus wurde dieser neugebaute Tempel zur Anbetung und Verherrlichung des dreyeinigen Gottes, zu Ehren Marias, des heiligen Jakobus des Grösseren, der heiligen Barbara und anderer Heiligen vom apostolischen Nuntius Joseph Vinci geweiht.

Erbauer des herrlichen Gotteshauses waren die Brüder Vit und Franz Joseph Rey von Muri. Antoni Schuler aus dem Lechtal schuf die kunstvollen Decken und Altarbilder und wohl auch die Stationenbilder, Stukkateur war ein Michael Lüthard, die bekannten Brüder Scharpf aus dem Tirol schufen die herrlichen Altäre und die Kanzel und meist ortsansässigen Handwer-ker arbeiteten am Bau (der Name des Bildhauers ist nicht genannt).

1861 - 69 erfolgte die erste Innenerenovation der Kirche, bei der die Hauptbilder der drei Altäre durch neue Bilder von Kunstmaler Josef Balmer ersetzt wurden. Eine weitere Innenrenovation wurde im Jahre 1891 vorgenommen. Dabei wurden die Altäre neu geweiht und die heilige Barbara zur Hauptpatronin ernannt. 1931/32 gab es wieder eine Aussen- und 1937/38 eine Innenrenovation. Die Kosten, inbegriffen eine neue Orgel, beliefen sich auf Fr. 87'000.– und wurden durch freiwillige Spenden gedeckt.

Kirche von unten.jpgBei einer erneuten Aussenrenovation 1974 wurden die Kirche, das Pfarrhaus (erbaut 1823) und die Friedhofkapelle (erbaut um 1786) unter den Schutz der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Kt. Aargau gestellt. 1978 beschloss die Kirchgemeinde wiederum eine Innenrenovation und bewilligte einen Kredit von 1.2 Millionen Franken. Anfangs Mai 1979 wurde die Kirche geräumt und mit der Renovationsarbeit begonnen, gerade 200 Jahre nach Anfang des Neubaues. Bei dieser Renovation wurden die ursprünglichen Bilder beider Seitenaltäre restauriert und wieder eingesetzt. Die Bilder von Balmer fanden einen Platz an der linken Seitenwand im Chor. Das ursprüngliche Hochaltarbild ist nicht mehr aufzufinden. Die ganze Arbeit unter der Leitung von Architekt Walter Spettig, Luzern und der Eidgenössischen Denkmalpflege fand einen glücklichen Abschluss: Am 28. September 1980 wurde das Gotteshaus durch Bischof Anton Hänggi in festlicher Feier neugesegnet, der neue Opferaltar geweiht, und 40 Kinder wurden im heiligen Sakrament der Firmung zu lebendigen Tempeln des Heiligen Geistes gesalbt.

Die Kirche steht wieder in neuem Glanz da, bringt Freude: «Der klar und harmonisch gegliederte Bau mit der eingezogenen Vorhalle, dem rundlich geschlossenen Chor und der rechtwinklig vorgebauten Sakristei gegen Süden und dem formschönen Turm gegen Norden ist sehr wirkungsvoll nach aussen. Und wer das Innere betritt, ist erstaunt über die Schönheit der Formen und Farben, die kunstvollen Altarbauten und die Kanzel, die vortrefflichen Malereien und Stukkaturen. Der Chor scheint stets in andere Lichtfarben getaucht als das Schiff. Vormittags fällt durch die beiden Chorfenster warmes, von Turmschaft und Sakristei zurückgespieltes Licht auf den Hochaltar, abends überblendet das Schiff den dämmrigen Chor. Einheit und Kraft der Kirche beruhen auf dem Können einer Gemeinschaft begabter Künstler und Bauleute.

Es lohnt sich, dieses Gotteshaus zu besuchen, und wer sich Zeit nimmt, still, besinnlich und gläubig das Ganze zu betrachten, kehrt erfreut in seinen Alltag zurück.

 

Kulturgüterschutz-Inventar (KGS-Inventar)

Die Katholische Pfarrkirche ist im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung aufgenommen:

Kulturgüterschutz-Inventar